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Rocket Routine OSRocket Routine
Ruhiges Schreibtisch-Stillleben mit geschlossenem Notizbuch, Stift und warmer Lampe neben einem Monitor, der ein minimalistisches, leuchtendes Verzweigungsmuster zeigt

Warum Prinzipien besser sind als Regeln

Regeln schreiben im Detail vor, was zu tun ist. Prinzipien stecken den Rahmen ab und wirken gerade dort, wo kein Prozess greift. Warum Rocket Routine OS auf wenige, durchgesetzte Prinzipien setzt statt auf lange Regelwerke.

Kurz gesagt: Regeln schreiben im Detail vor, was zu tun ist, und brauchen für jeden Sonderfall eine Ausnahme. Prinzipien stecken den Rahmen ab und funktionieren gerade dort, wo kein Prozess greift. Rocket Routine OS baut deshalb auf wenigen, durchgesetzten Prinzipien statt auf langen Regelwerken.

In (agilen) Organisationen sind Entscheidungen ein extrem wichtiges, aber auch anspruchsvolles Thema. Wir arbeiten deshalb mit Prinzipien, die uns allen dabei helfen, Entscheidungen zu treffen, auch dann, wenn kein Prozess die Antwort vorgibt.

Prinzipien vs. Regeln

Sowohl Regeln als auch Prinzipien können bei Entscheidungen wirksam sein, nur eben auf sehr unterschiedliche Art.

Was sind Regeln?

Regeln definieren im Detail, was getan werden muss. Sie lassen keinen Spielraum zu und brauchen für jeden Sonderfall Zusätze und Ausnahmen.

Ein gutes Beispiel sind Reisekosten: "Wir dürfen im Zug nur in der zweiten Klasse fahren." Warum dieses Beispiel gut geeignet ist, um die Stärke von Prinzipien zu zeigen, siehst du gleich.

Was sind Prinzipien? (manchmal auch: Werte)

Prinzipien sind, grob gesagt, grundsätzliche Aussagen für Organisationen und Zusammenarbeit, wie gehandelt werden sollte. Sie schreiben nicht im Detail vor, was zu tun ist, sondern stecken den Rahmen ab, gerade in komplexen Situationen ohne festen Prozess, mit Unsicherheit und ohne klaren Ausgang.

Das ist etwas grundlegend anderes als eine Regel. Das Prinzip zum Reisekostenbeispiel von oben lautet: "Wir reisen kostenbewusst im besten Sinne des Unternehmens."

Wieso ist das sinnvoll? Stell dir vor: Es gibt einen Supersparpreis der Deutschen Bahn, bei dem das Ticket für die erste Klasse günstiger ist als das für die zweite. Nach dem Prinzip ist sofort klar, was zu tun ist. Für die Regel braucht es dagegen eine Ausnahme, etwa "außer etwas anderes ist günstiger", weil sonst nicht sinnvoll gehandelt werden kann.

Noch ein Beispiel:

#17: Betroffene zu Beteiligten machen

Unser 17. Prinzip, von inzwischen 20, die in den letzten Jahren entstanden sind, gewachsen und sich weiterentwickelt haben (manchmal fällt eins weg, manchmal kommt ein neues hinzu), lautet: "Betroffene zu Beteiligten machen."

Nur wenn alle, die von einer Entscheidung betroffen sind, am Entscheidungsprozess beteiligt werden, entsteht am Ende ein Ergebnis, das von allen mitgetragen wird. Vorgefertigte Lösungen und fertig ausgearbeitete Ergebnisse stoßen meist auf Ablehnung und bringen entsprechend wenig.

Stellst du dir das als Regel vor, wird es seltsam: "Eine Entscheidung muss von allen bestätigt werden." Irgendwie nicht so passend, oder?

Prinzipien als Betriebssystem für Entscheidungen

Genau hier setzt an, was Rocket Routine OS eine Constitution nennt: die wenigen Prinzipien, die ein Unternehmen wirklich durchsetzt, statt sie nur an die Wand zu hängen. Ein Role Contract für einen KI-Operator funktioniert nach demselben Muster wie das Reisekostenbeispiel oben. Er legt keine Regel für jeden denkbaren Fall fest, sondern einen Rahmen aus Zweck, Grenzen und Entscheidungsrechten, innerhalb dessen der Operator selbständig und trotzdem vorhersehbar handelt. Das funktioniert nur, wenn die Prinzipien dahinter tatsächlich gelten, auch dann, wenn sie im Einzelfall unbequem sind.

Die richtigen Prinzipien für dich und dein Team

Es wird viele Prinzipien in eurer Organisation geben. Die Findung braucht Zeit und geht über einen langen Zeitraum. Da dieser Prozess alles andere als trivial ist, hier noch ein paar Tipps zum Abschluss:

  • Ihr habt Regeln? Vielleicht lassen sich einige davon ohne großen Aufwand in Prinzipien umformulieren.
  • Erzählt Geschichten: Du hattest eine Situation, in der du nicht genau wusstest, wie zu entscheiden ist, oder nach einem implizit vorhandenen Prinzip gehandelt hast? Arbeitet es heraus und dokumentiert es.
  • Gebt der Findung Zeit: Vielleicht startet ihr nur mit drei Prinzipien. Sprecht regelmäßig darüber, regt den Dialog an und findet so immer mehr. Wenn etwas nicht mehr passt: weg damit.
  • Es sind eure Prinzipien. Es gibt durchaus welche, die für alle Unternehmen richtig und wichtig sind. Die meisten sind aber sehr individuell, Teil der DNA des Unternehmens. Macht euch selbst zu Beteiligten und diktiert euch keine Prinzipien aus einem Katalog.

Viel Spaß beim Arbeiten mit Prinzipien. Wenn du wissen willst, wie sich Prinzipien in ein System übersetzen lassen, das sie auch tatsächlich durchsetzt, für Menschen und für KI-Operatoren: www.rocket-routine.com